0
Currency

Wandheizung im Trockenbau

WASSERFÜHREND ODER ELEKTRISCH

Praktisch und schnell

Für den Einbau von wasserführenden Wandheizungen gibt es zwei grundlegend verschiedene Systeme, die in ihrer Bauweise und ihrer Handhabung voneinander abweichen und die für das jeweilige Anwendungsgebiet optimiert sind. Beide Systeme lassen sich allerdings miteinander kombinieren und ermöglichen so ein effektives Arbeiten auf großen Flächen und in Ecken und Winkeln.

Die moderne und bequeme Variante des Wandheizungseinbaus ist mit vorgefertigten Bauelementen einfach nach Trockenbauart zu realisieren. In den Wandelementen aus Lehm sind bereits die Heizungsrohre fest verbaut, so dass diese Heizelemente wie normale Lehmbauplatten auf dem Untergrund verschraubt werden. Das integrierte Rohr wird entweder mit dem Vor- und Rücklauf oder mit dem nächsten Heizelement verbunden. Die Zwischenräume zwischen den Heizelementen versieht man mit normalen, heizungslosen Lehmbauplatten. Die sich so ergebende Fläche benötigt abschließend nur noch einen Feinputz. Die Trockenzeit ist bei dieser Bauweise durch den sehr geringen Feuchteeintrag extrem kurz und der Baufortschritt lässt sich deutlich beschleunigen.

Die vorgefertigten Heizelemente sind zwar im Anschaffungspreis teurer, doch vom Arbeitsaufwand her deutlich günstiger, da sie sich deutlich schneller einbauen lassen als eine Wandheizung einzuputzen. Voraussetzung hierfür ist allerdings ein planer, gerader Untergrund. Ein weiterer großer Vorteil ist das effiziente, rasche Verlegen auf großen Flächen. Daher ist dieses System nur bedingt praktikabel für die Nutzung im Altbau mit kleinen Flächen, krummen Wänden und verwinkelten Ecken. Hierfür eignet sich der flexible Nasseinbau.

Odoo • Text und Bild
Odoo • Bild und Text

Wasserführend oder elektrisch

Die Wandheizungselemente gibt es in drei verschiedenen Größen und zwei verschiedenen Ausführungen: das wasserführende Modell, das an die Zentralheizung angeschlossen wird, und das elektrisch beheizte Modell. In den elektrischen Heizmodulen verlaufen Widerstandskabel, ähnlich wie in einer Glühlampe, die Wärme erzeugen und in den Raum abgeben. Dieses Heizsystem eignet sich insbesondere für kurzfristig genutzte Räume wie Seminarräume oder Ferienhäuser. Für die Dauernutzung empfiehlt sich jedoch die Nutzung eines wasserführenden Systems.

Die Heizmodule werden in die vorhandenen oder neu zu konstruierenden Heizkreise integriert und an die Heizkreisverteiler angeschlossen. Jeder Verteiler führt einerseits mit Vor- und Rücklauf zur Heizungsanlage, andererseits ist er der Anschluss für die einzelnen Heizkreise. Mit etwa 35° C benötigt eine Wandheizung eine relativ geringe Vorlauftemperatur. Die Regelung der einzelnen Heizkreise erfolgt über Stellmotoren, die am Heizkreisverteiler angeschlossen sind und die von den Raumthermostaten elektrisch gesteuert werden.